Welche Fristen muss ich bei der Abgabe meiner Steuererklärung einhalten?

Wie lange Sie für die Abgabe Ihrer Steuererklärung Zeit haben, hängt davon ab, ob Sie zur Abgabe verpflichtet sind (pflichtveranlagt) oder die Steuererklärung freiwillig abgeben (Antragsveranlagung). Außerdem haben wir ein paar weitere Fristen für Sie zusammengestellt. Wie lange Sie beispielsweise Zeit für einen Widerspruch haben und wie lange Sie eine Verlängerung der Abgabefrist beantragen können.

Abgabefrist der Steuererklärung: Vorweg

Die Fristen zur Abgabe der Steuererklärung unterscheiden sich deutlich, je nachdem, ob Sie zur Abgabe verpflichtet sind, oder sie freiwillig erstellen. Deswegen sollten Sie vorweg klären, in welche Gruppe Sie fallen. Arbeitnehmer ohne Nebeneinkünfte, sind in der Regel nicht verpflichtet eine Steuererklärung abzugeben. Pflichtveranlagt werden Sie jedoch schnell, wenn sich etwas an Ihrer Lebenssituation ändert. Wenn Sie beispielsweise weitere Einkünfte neben Ihrem Gehalt haben (das können Lohnersatzleistungen wie Elterngeld sein, aber auch Einnahmen aus Kapitalerträgen oder Vermietung). Auch wenn Sie heiraten, oder Sie oder Ihr Partner die Lohnsteuerklasse V oder VI haben, müssen Sie eine Steuererklärung abgeben. Eine detaillierte Auflistung der Kriterien für eine Pflichtveranlagung, finden Sie hier.

Pflichtveranlagung: Diese Fristen müssen Sie bei der Einkommensteuererklärung einhalten

Fall 1: Sie sind zur Abgabe der Steuererklärung verpflichtet.

Bundestag und Bundesrat haben im Juni 2016 ein Gesetz zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens beschlossen, in dem unter anderem die Abgabefristen geändert werden. Wenn Sie zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung verpflichtet sind, gilt seit dem Steuerjahr 2018 der 31. Juli 2019 als spätester Abgabetermin für Ihre Einkommensteuererklärung. Fällt der 31. Juli auf einen Sonn- oder Feiertag, muss die Steuererklärung spätestens am folgenden Werktag beim Finanzamt sein.

Wenn Sie sich von einem Steuerberater unterstützen lassen, verlängert sich die Frist durch den erhöhten Verwaltungsaufwand automatisch bis zum letzten Tag im Februar des Folgejahres. Durch das “Gesetz zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens” werden allerdings auch die Regelungen zu Verspätungszuschlägen verschärft.

 

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